Google I/O Keynote mit Neuigkeiten im Bereich AR: Sceneform, Cloud Anchors und Augmented Images

Neues auf der Google I/O: Sceneform, Cloud Anchors & Co

Auf der Google I/O vom 8. bis zum 10. Mai 2018 wurde neben Neuerungen im AI und Actions On Google-Bereich viel im Augmented Reality-Bereich gegeben. Die Highlights sind aus meiner Sicht Sceneform und Cloud Anchors.

Sceneform: 3D-Grafik einfach gemacht

Wer sich die ARCore-Demos zur Version 1.0 angeguckt hat, hat sich gefragt, ob Google jetzt erwartet, dass App-Entwickler OpenGL lernen, um AR-Welten zu erschaffen. Zumal Apple mit SceneKit ein einfach zu nutzendes 3D-Framework hat.

Vor diesem Problem standen wir bei der Entwicklung der yourhome AR-App auch und Google gab uns Early Access zu Sceneform. So war es mit Sceneform möglich, schnell und einfach 3D-Modelle zu laden und in die AR-Szene zu laden. Sceneform ist bereits mit ARCore integriert und nimmt viele Standard-ARCore-Aufgaben ab (z.B. Handling der Session und der Camera-Permission, Synchronisierung der AR- und 3D-Welt). Weitere Details gibt es hier.

Als besonderes Extra kam yourhome AR noch in der Präsentation vor und Romain und Lucy haben sich noch für die gute Zusammenarbeit bei der Entwicklung von Sceneform bedankt (ab 3:55 min).

Cloud Anchors: AR-Welten teilen

Augmented Reality ist ein beeindruckendes Erlebnis, aber noch besser ist es, wenn man es teilen kann. Cloud Anchors ermöglichen es, AR-Szenen auf mehreren Geräten zu teilen. Zudem unterstützen Cloud Anchors neben ARCore auch ArKit. So können Android- und iOS-Nutzer die gleiche AR-Welt erkunden. Auf der I/O wurden hier einige interessante Demos für Multiplayer-AR-Spiele gezeigt. Insgesamt gibt es hier für viele Bereiche spannende Anwendungen, z.B. um die Einrichtung eines Raums zu teilen, virtuelle Ausstellungen zu realisieren oder aber den ganzen Bereich von Multiplayer-Spielen. Wer direkt anfangen möchte, findet Details hierzu auf der Projektseite.

Augmented Images: Eingänge zu AR-Welten

Mit Augmented Images stellt Google den Entwicklern ein Werkzeug zur Verfügung, um auf Bilder im weitesten Sinn in der realen Welt zu reagieren. Hierbei kann es sich um Poster, Logos, Kunstwerke, etc. handeln. Als Entwickler speist man das System vorher Aufnahmen des Bilder aus verschiedenen Winkeln und bei verschiedenen Lichtverhältnissen und trainiert so die Bilderkennung. In der AR-Szene kann man dann 3D-Objekte, wie an erkannte Oberflächen auch, anheften und ARCore übernimmt das Tracking. Mehr Details gibt es auf der Projektseite.

ARCore unterstützt vertikale Flächen

Als letzte kleinere Erweiterung unterstützt ARCore jetzt die Erkennung von vertikalen Flächen. Auch wenn es nur eine kleine Änderung ist, ermöglicht es viele neue Anwendungen, z.B. im Kunst- und Galerie-Bereich. Zugleich zieht ARCore hier mit dem Feature-Umfang von ArKit gleich.

Web AR nimmt Formen an

Der Vortrag zum Thema Web AR gab interessante Einblicke, wie weit der Standard schon vorgeschritten ist und was dort in Zukunft zu erwarten ist. Insbesondere in den angesprochenen Bereich Shopping und Kultur kann ich mir Web AR sehr gut vorstellen. Auch im Zusammenspiel mit Progressive Web Apps (PWA) sehe ich große Chancen, um auch AR-Inhalte bei kleineren Budget umzusetzen. Wie wir aus Projekte für die öffentliche Hand in Zusammenarbeit mit mCRUMBS wissen, sind gerade im Kunst- und Kulturbereich die Budget eher klein. Hier kann Web AR den Weg zu Inhalten bieten, die wie, im Video ab Minute 20 gezeigt, für den Besucher sehr hohen Informationswert bieten.

 

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